Wie sind Fab Labs entstanden

Das Center for Bits and Atoms (CBA), geleitet von Prof. Dr. Neil Gershenfeld vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), hat eine Studie zum Thema "computational capacities that are inherent to physical systems" durchgeführt. Aus diesem Grund gründete Gershenfeld ein Labor für digitale Fertigung, heutzutage auch bekannt als "Fab Lab" (Fabrication Laboratory). Als ein interdisziplinäres Bildungsprogramm hat das CBA die Gründung einiger ähnlicher Fab Labs im Ausland unterstützt. Dabei ging es dem CBA darum, die Effekte und Potentiale zu erforschen, die der Zugang zur computergestützten Bearbeitung von physischen Materialien ermöglicht. Das Fab Lab Konzept wurde schnell auch bei Benutzern außerhalb der Forschung beliebt und ein internationales Netzwerk ähnlicher Fab Labs entstand, die alle im Bereich der Forschung, Bildung und persönlicher digitaler/computergestützer Fertigung aktiv sind. Diese Fab Labs kooperieren mit lokalen Communities, Universitäten und/oder (internationalen) Regierungen bzw. Einrichtungen.

Anfang 2011 bestand das Netzwerk aus über 50 Fab Labs in 16 Ländern, unterstützt durch hunderte Mitarbeiter und zumeist Freiwillige. Fab Labs nutzen vergleichbare Werkzeuge, Maschinen und Prozesse sowie eine internationale Infrastruktur, die eine Kooperation beim digitalen Design und der digitalen Fertigung ermöglicht.